Ausflug in die neue Heimat- Integrationsprojekt des KSZU-Meiningen e.V. in Kooperation mit WILMA

 

61 Teilnehmer/innen, davon 45 ausländische Mitbürger/innen hatten am 19.09.2015 einen wunderschönen Tag als sie gegen 14.45 Uhr mit einem Bus der MBB auf der Hohe Geba eintrafen. Anfänglich stand eine geschichtliche Information über die Funktion der Hohen Geba zu einem Zeitpunkt, als es noch West- und Ostdeutschland gab. Geteilt durch einen Krieg, der von Machtdenken, Größenwahn und Menschenverachtung getragen wurde und vielen Millionen Menschen, die nichts weiter als leben wollten, ihr Leben kostete. Gerade die Flüchtlinge können dies aufgrund eigener –manchmal sehr negativer Erfahrungen- sehr gut nachfühlen. Es wurde über die angrenzenden Bundesländer Bayern und Hessen gesprochen und dem russischen Militär, dass die Hohe Geba für ihre Zwecke besetzt hatte. Da nicht alle der deutschen Sprache so mächtig waren, wurden die deutschen Worte durch ausländische Mitbürger, die mittlerweile sehr gut Deutsch sprechen, in die jeweilige Landessprache übersetzt. Da aber ein Geschichtsunterricht nicht vorgesehen war, sondern ein gegenseitiges Kennenlernen, fand man vor der Gaststätte genügend Platz um etwas Kuchen in Gemeinschaft zu naschen. Anschließend bezog man den Saal der Gaststätte, den Silvio Vollstädt bereitwillig zur Verfügung stellte. Hierin wurde gespielt, es wurden tolle Gespräche über die Kultur in Deutschland und den Herkunftsländern der ausländischen Mitbürger geführt; so auch, wie die deutsche Kultur auf sie Einfluss nimmt. Und natürlich durfte Musik und Tanz nicht fehlen. So tanzte die kleine Fatima wie eine große Zumba-Tänzerin, der sich viele Kinder anschlossen. Dabei schlug Tialda ihr Handräder im Takt der Musik. Ein weiterer Höhepunkt war das Lagerfeuer, dass Silvio Vollstädt unter Mithilfe der Kinder aufschichtete und entflammte. Marie-Luise hatte hierzu Truthahn-Würstchen gekauft, die auf von den Kindern selbst gemachten Holzspießen gesteckt wurden. So gab es gegrillte Würstchen, die hervorragend schmeckten. Das Lagerfeuer war aber nicht nur Ort des Gusto, sondern auch Ort des Gespräches und des Lachens. Man entspannte sich indem man einfach den lodernden Flammen zuschaute. Es wurde Ball gespielt und der tadellos sauber gehaltene Spielplatz erkundet. Gegen 17.30 Uhr ging es wieder zurück in den Saal, wo ein kleiner Imbiss auf alle wartete. Gegen 18.00 Uhr verließ man die Einrichtung und ging zu Fuß zurück zur Ortschaft Geba, um dort auf den Bus der Meininger Busbetriebe zu warten. Die Wartezeit vertrieb man sich damit, dass Heinz an seinen H 1 (kleiner Transporter) die Türen und Fenster öffnete, die kleine Fatima ihren Stick in das Radio steckte und Power-Musik bei voller Lautstärke abgespielt wurde. Punkt 19.00 Uhr erschien auch der MBB-Bus und lud alle ein, um sie nach Meiningen zu bringen. Dies war einfach ein toller langer Nachmittag der viel zu schnell verging.
Unterstützt wurde dieses Projekt des KSZU-Meiningen e.V. in Kooperation mit WILMA vom Landessportbund Thüringen im Rahmen des Projekts "Integration durch Sport", von WILMA, vom Meininger Tageblatt und von den Meininger Busbetrieben (MBB).

Alle Teilnehmer/innen und die Veranstalter sagen Danke für soviel Unterstützung.

 

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Integration durch Sport