Taekwondoins des Kampfsportzentrum Universum Meiningen e.V. und „Black Dragon“ e.V., Hildburghausen legten geneinsam Kup-Prüfungen in der LK 1 ab.

Für Alexander Barz und Niels Kuchar war die Kup-Prüfung eine wichtige Entscheidung für ihre zukünftige Taekwondo-Laufbahn als Vollkontakt-Wettkämpfer. So fanden sie als Halb-Blaugurt-Träger auf Bundes- und Landesebene kaum noch Gegner, die ihnen den 1. Platz streitig machen konnten. Auf den richtigen Zeitpunkt vorbereitet, entschlossen sie sich nunmehr die Prüfung zum 4. Kup abzulegen. Das heißt aber auch kein Zurück mehr in die LK 2, sondern ab sofort sich sehr erfahrenen Rot-Gurt oder DAN-Trägern gegenüber stehen. Max Hocke hatte bereits den Schritt in die Leistungsklasse 1 gewagt und belegte dieses Jahr den 3. Platz auf der Deutschen Kadetten-Meisterschaft. Er hatte sich auch die Erlangung des 3. Kup vorbereitet wie auch Esther Orth, die als Trainerin im Taekwondo fungiert. Björn Pehrson ebenfalls Taekwondo-Trainer stellte sich der Prüfung zum Rot-Gurt (2. Kup). Dazu gesellte sich Jessica Opelt (Hildburghausen) um den 1. Kup zu erreichen.

So gibt es für die LK1-Prüflinge ein eigenes Grundtechnik-Programm, das aus 10 unterschiedlichen Kombinationstechniken besteht. Enthalten sind hierin auch Dreh- und Sprungtechniken. Hieran schließen die Poomse (Formen) an. Jeder Prüfling hat hierbei eine Vorform und anschließend seine Prüfungsform zu laufen. Diese Vorform wird durch den Bundesprüfer Heinz Leischner willkürlich aus den zu beherrschenden Formen ausgewählt. Der Einschrittkampf, der mit dem Partner ausgeführt wird, ist ein Bereich, der sowohl dem Wettkampf wie auch der Selbstverteidigung vorgelagert ist. Spezielle Techniken sind hier knapp vor dem Partner abzustoppen und dabei sicher zu stehen. Die anschließende Vollkontakt-Wettkampf-Prüfung bei voller Wettkampfausrüstung verlangte von den Prüflingen, insbesondere von denen die nicht im Wettkampf stehen, viel Kraft und geistige Stabilität ab. Danach kam der Selbstverteidigung-Teil an die Reihe. Neben den normalen Hebel- und Schlagtechniken gegen Angriffe, wurde auch der Stockangriff und bei Björn und Jessica desweiteren der Messerangriff abgeprüft. Dabei gilt es für jeden Prüfling aber auch generell für jede/n Taekwondoin, innerhalb des Notwehr-Paragrafen zu bleiben. Schlicht gesagt, ist jede übertriebene Notwehr verboten. Bevor das Wissen über den Kampfsport Taekwondo abgeprüft wurde, waren noch Bruchtests durchzuführen. Alex und Niels im Alter von 11/12 Jahren hatten keine Probleme mit den 1 ½ cm dicken Fichtenhölzern. Esther, Jessica und Max hatten 2 cm dicke Bretter vor sich. Auch diese barsten. Björn musste 3 cm dicke Bretter brechen. Gut trainiert und selbstsicher meisterte er auch diese Hürde. Bruchtests haben dabei nichts mit Kraft, sondern mit einer schnellen perfekten und willensstarken Technik zu tun. Wer sich hierauf nicht vorbereitet hat, sollte es aus Verletzungsgründen wirklich lassen.

Am Ende konnte den Prüflingen das Bestehen ihres jeweils angestrebten Kup-Grades mittels Überreichen einer DTU-Kup-Urkunde durch den Prüfer bestätigt werden. Alex und Niels 4. Kup, Max und Esther 3 Kup, Björn 2. Kup und Jessica 1. Kup.

  

 

 

v.v.l.r.h.: Alex, Esther, Niels, Kevin u. Yannick (Unterstützer), Max, Björn, Jessica, Joy Noell (Unterstützung), Heinz Leischner (Prüfer)

 

v.v.l.r.h.: Alex, Esther, Niels, Kevin u. Yannick (Unterstützer), Max, Björn, Jessica, Joy Noell (Unterstützung), Heinz Leischner (Prüfer)