LK 1 –Kup-Prüfung im Taekwondo beim KSZU-Meiningen e.V.

 

Esther Orth, Finja Abt, Alexander Barz, Niels Kuchar und Jonas Heim haben sich über Monate mehrmals in der Woche getroffen, um sich gründlich auf ihre Kup-Prüfung vorzubereiten. Am 24.03. war es dann soweit. Stefan Heim, 2. DAN, leitete die Prüfung bei der Heinz Leischner, DTU-Prüfer, diese abnahm. Begonnen wurde mit Grundtechniken, die exakt in Stellung, Haltung, Dynamik und Kraft gelaufen werden mussten. Hierin gibt es Sprünge, Drehkicks, Handkantenschläge und die unterschiedlichsten Blöcke im Zusammenhang. Die Bewertungen sind dabei sehr streng. Hieran schlossen die Formen an. Eine Form ist ein Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner mit festgelegten Bewegungsabläufen, wobei der Prüfling exakt an Punkt von dem er lo gelaufen war, wieder zurückkehren muss. Jeder Prüfling hatte eine Vorform und dann seine Prüfungsform zu laufen. Danach folgte der Einschritt-Kampf. Hierbei gibt es abwechselt einen Angreifer und einen Verteidiger, wobei abwechselnd mit Fäusten und Füssen sowohl links wie rechts angegriffen und gekontert wird. Dabei sind schwierige Techniken, wie z.B. Sprung- und Drehkicks, Pflicht. Der Angriff soll dabei ca. 1 cm vor dem Körper des Partners gestoppt werden. Nunmehr folgte die Selbstverteidigung, in der vom einfachen Handfassen über Würgeangriffe, Verteidigung in Raumnot, Angriff mit Stock und Messer, alles gezeigt werden musste, wobei die Funktionalität und nicht die Show eine große Rolle spielt. Alle Prüflinge zeigten bis hier einen unbändigen Einsatzwillen und super Leistungen und so manches Mal, gerade in der Selbstverteidigung, waren auch die Zuschauer froh, wenn der, der auf den Boden aufschlug, wieder unverletzt aufstand. Beim Vollkontakt-Wettkampf (mit Aufgabenstellung) und beim Bruchtest sollte es noch besser werden. Natürlich sind alle Prüflinge, bis auf Esther, erfahrene Wettkämpfer/innen und so ging es zur Sache. Eine Minute volles Tempo, wobei Taktik, Erkennen der Schwächen des Anderen und das Setzen von Treffern durch den Prüfer bewertet wurde. Vor der Theorie-Prüfung, in der die Geschichte des Taekwondo, Notwehr, koreanische Begriffe, Wettkampfregeln und Verbandsstrukturen usw. abgefragt wurden, hatte jeder Prüfling jeweils 2 Bruchtest (Faust und Fuß) durchzuführen. Hier gab es für die Bretter kein Widerstehen. Mit einer Selbstsicherheit und einem Selbstbewusstsein brachen die 2 cm Fichtenbretter unter den Fäusten und Füssen der Prüflinge. Der Prüfer Heinz Leischner konnte zum Schluss der Prüfung Finja den Blaugurt(4. Kup) überreichen. Damit verabschiedet sich Finja im Wettkampf von der LK 2, in der sie keine Gegnerinnen mehr fand. Sie kämpft nunmehr in der LK 1, in der vom Blaugurt bis zum Schwarzgurt alles vertreten ist. Jonas bestand tadellos zum 2 Kup (Rotgurt) und Alexander, Niels und Esther zum Halbschwarz-Gurt (1. Kup).Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!