08.05.2015 Aktionstag für Demokratie und Toleranz

Willkommen >>

Eine runde Sache war der Aktionstag für Demokratie und Toleranz am 08.05. in Marstall in Meiningen. Das Wetter spielte mit und viele Nationen feierten diesen Tag miteinander. Sie kamen ins Gespräch und versuchten sich, wenn es mit der deutschen Sprache nicht so gut ging, durch Englisch und Gestiken zu verständigen. Dazu kamen vielen Angebote, wie die Kinderhüpfburg, die wie immer eine Attraktion darstellte. Es gab eine Tauschbörse und tolle Verpflegung. Toll waren die Liedermacher, der Kinder- Clown und auch die Bands die am Abend auftraten. Dabei kam die zweite Band aus Prag. Der Veranstalter zeigte Videoclips von Interviews mit Migranten, die das jeweilige Schicksal erahnen ließen sowie einen Vortrag mit Diskussionsrunde über das Problem der Migranten und der einzelnen Kommunen. Schön war es, dass alles ruhig blieb; letztlich wachte darüber auch Polizeibeamte und ein kaum sichtbarer Sicherheitsdienst.

Natürlich durfte auch der KSZU-Meiningen e.V. nicht fehlen, der als einziger Sport-Verein auf dieser so wichtigen Veranstaltung zu sehen war. Gilt es doch gerade für Sportvereine Zeichen für Integration zu setzen. So konnten sich Slatan und Heinz –Björn kam später noch hinzu – kaum vor den nimmer müden Kinder retten, denen es einen riesen Spaß machte auf Pratzen zu treten und zu boxen. Marie-Luise war mit dem Projekt WILMA vertreten und die viele Attraktionen mit den Migranten organisiert hatte. WILMA steht für Willkommen Migranten Anerkennungskultur. Dies ist ein von Thüringer Innenministerium gefördertes Projekt, dass seines gleichen sucht. Und dabei war nochmals der KSZU-Meiningen e.V. in Kooperation mit Wilma und dem gemeinsam geförderten Internationalen Tanzexpress vertreten. Olga zeigte mit ihrem Tänzerinnen eine gelungene Tanzshow, bei der man merkte, dass es den Tänzerinnen viel Spaß machte auf der Bühne zu stehen und bei der Veranstaltung mitzuwirken. Ein friedliches Miteinander unter den Nationen kann man nicht besser darstellen, als der Internationale Tanzexpress, der sich jeden Sonntag in der Carlsallee trifft, um miteinander im Tanz sich zu verstehen und näher zu kommen.

Trotz aller dieser toller Gefühle und der gelungenen Reden von unserem Bürgermeister Fabian Giesder, von dem Verantwortlichen Uli Töpfer, Superindententin Frau Marwede, Pfarrer Gerhard Richter aus Bibra und Referent Gideon, Bischof aus Tansania möchte doch auch erwähnt werden, dass man einiges besser machen könnte. Die Öffentlichkeitsarbeit kam viel zu spät, obwohl die Presse und einige Personen versuchten, dies alles noch zu korrigieren. Schade war es, dass die Videoclips, die die Flucht und die Gedanken von 4 Migranten zum Inhalt hatten, als Lückenfüller verwendet wurden, während die eine Band die andere ablöste. Wie einfach und wichtig wäre es gewesen, wenn 2 Videoclips vor dem Internationalen Tanzexpress und 2 Videoclips nach den offiziellen Reden gezeigt worden wären. Damit wären diese Schicksale beispielhaft ins Zentrum dieser Veranstaltung gerückt.

Als Fazit möchte der KSZU-Meiningen e.V. aber positiv sagen, diese Veranstaltung ist für Meiningen und das Umland wichtig und es muss auf jeden Fall weiter durchgeführt werden, mit all dem Engagement von Politik und letztlich von allen Akteuren, die unentgeltlich ehrenamtlich dies alles für Demokratie und Toleranz organisieren 

Zurück
Integration durch Sport